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Valerie Misz

Corona: Kirchhellener Fahrschule kommt an ihre Grenzen

Corona: Kirchhellener Fahrschule kommt an ihre Grenzen
Fahrschulinhaber Bernd Kamphuis und Fahrlehrer Christian sind froh, dass zumindest die Theoriestunden wieder mit geringen Einschränkungen stattfinden können. Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

Schon seit Monaten haben Fahrschulen mit Herausforderungen zu kämpfen - Die Nachwirkungen der Lockdowns lassen langsam nach, sind aber noch lange nicht überwunden

Bereits vor einem halben Jahr kamen Fahrlehrer und -prüfer an ihre Grenzen. Eine riesige Welle wartender Fahrschüler formte sich. Ein Abflachen war lange nicht in Sicht. Das Problem: die Ausbildung der Fahrschüler konnte nicht zum Abschluss gebracht werden.

Lange Wartezeiten auf die Fahrprüfung und Ungewissheit sorgten für einen Anstieg der Kosten für den Führerschein. „Nicht jeder Fahrschüler ist nach der gleichen Anzahl Fahrstunden bereit für die Prüfung. Vorplanung gestaltet sich schwierig“, erklärt Kira Kamphuis von der gleichnamigen Kirchhellener Fahrschule.

Zeitnahe Termine für die Fahrprüfung? Fehlanzeige. „Vergehen dann mehrere Wochen zwischen der letzten Fahrstunde und der Prüfung, müssen sich unsere Schüler wieder an das Fahren herantasten“, so Bernd Kamphuis. Der TÜV Nord reagierte, hat aber selbst mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Urlaube wurden verschoben, verrentete Fahrprüfer weiterbeschäftigt oder zurückgeholt und Personal von anderen Stellen abgezogen. „So konnten wir zumindest eine Zeit lang aufholen. Jetzt warten wir wieder bis zu vier Wochen auf Prüfungstermine“, bedauern die Fahrschulinhaber.

Um Verständnis der Fahrschüler und Eltern wird gebeten

Das zehrt nicht nur an den Nerven der Fahrlehrer. Laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung gilt die 2G-Regel auch für Fahrschulen. Das bedeutet, dass Nicht-Immunisierte aktuell eingeschränkte Möglichkeiten haben, einen Führerschein zu machen, da es unter „Freizeitgestaltung“ fällt. Ausnahmen greifen, wenn die Fahrerlaubnis für die Berufsausübung oder den Schulbesuch benötigt wird. Auch zuvor begonnene Ausbildungen dürfen noch beendet werden. Die Situation spannt sich weiter an. Fahrschulen bitten um Verständnis und Nachsicht der Schüler und auch Eltern. Kira und Bernd Kamphuis geben die Hoffnung aber nicht auf, dass das Schlimmste bereits überstanden ist.

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