Stellen Sie sich vor, Sie wachsen normal auf und wollen eines Tages ganz gemütlich zur Arbeit fahren. Sie sind schon halb zur Tür raus und plötzlich stehen zwei Ärzte vor Ihrer Tür und sagen Ihnen, dass Sie Corona-Positiv sind und jetzt in Quarantäne gehen – und das auf unbestimmte Zeit! Sie haben keine Symptome bis auf, dass Sie nur Brötchen und Käse zu sich nehmen können, weil Sie nichts anderes bei sich behalten können. Was tun Sie?
Niemand kann Sie besuchen kommen, Ihre einzige Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt sind also das Internet und Ihr Telefon. Zuerst denken Sie „ist doch easy“ und klemmen sich das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit vor den Fernseher und schauen alle Filme und Serien, die Sie schon immer sehen wollten… Nach ein paar Tagen können Sie das Netflix-Logo schon nicht mehr sehen und Ihnen wird klar: Sie brauchen Beschäftigung, sonst drehen Sie völlig durch! Langsam wird Ihnen auch die Ruhe etwas unangenehm, die Sie anfangs noch wirklich geschätzt haben! Zwei Wochen ohne jeglichen Besuch sind überraschend hart! Nach vier Wochen sind Sie kurz davor, sich Fingerpuppen zu basteln. Nur, um eine Konversation zu führen und eine Weile Abstand zu der schon beinahe toxischen Beziehung zu bekommen, die Sie mittlerweile mit Netflix führen!
Wie komme ich da wieder raus!?
Mein Name ist Stina Schulzke, ich bin 28 Jahre alt und Sie haben gerade einen kurzen Einblick in mein Leben erhalten. Am 30. April 2018 ging ich in eine Quarantäne, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Nur, dass ich kein Corona habe, sondern an einer generalisierten Angststörung leide. Das bedeutet, dass ich ein komisches Essverhalten habe, meine Wohnung nicht wirklich weiter als 50 Meter verlassen kann und vor einer Menge ziemlich unsinnigen Dingen eine riesige Angst habe. Und tatsächlich habe ich eine Antwort auf die Frage, wie man da wieder rauskommt! Indem man anfängt, um die Ecke zu denken. Alle Möglichkeiten ausschöpft und manchmal einfach über die eigene Hemmschwelle springt!
Das Zauberwort heißt Beschäftigung. Als Kind habe ich Diddl-Blätter gesammelt, heute sammle ich Hobbys! Und während man anfangs noch auf ganz normale Hobbys wie Gaming oder Nähen zurückgreift, wird man mit der Zeit immer kreativer, um sich beschäftigt zu halten… Alles, was ich in meinen vier Wänden ausprobieren kann, wird ausprobiert! Was nicht selten in einem totalen Chaos endet. Und irgendwann erwischt man sich selbst dabei, wie man mit seiner Brieftaube auf der Wiese steht und ihr versucht beizubringen, wieder nach Hause zu fliegen!
Meine Welt ist anders und vielleicht auch etwas seltsamer als gewohnt. Aber sie steckt voller kleiner Abenteuer und spannenden Erlebnissen. Dank meines kreativen Köpfchens, einer minimalen Hemmschwelle und YouTube-Tutorials, habe ich jede noch so seltsame Situation in den vergangenen Jahren meistern können. Hand aufs Herz; Es gibt deutlich schlechtere Orte, um festzusitzen, als unser Dorf! Ich möchte Sie künftig ein Stück weit mit in dieses völlig andere Leben nehmen und Ihnen Kirchhellen aus meiner Perspektive zeigen… durch mein Wohnzimmerfenster.
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Foto: Aileen Kurkowiak
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Stina Schulzke
Wer ist denn eigentlich Stina Schulzke?
Eine Kolumne von Stina Schulzke
Stellen Sie sich vor, Sie wachsen normal auf und wollen eines Tages ganz gemütlich zur Arbeit fahren. Sie sind schon halb zur Tür raus und plötzlich stehen zwei Ärzte vor Ihrer Tür und sagen Ihnen, dass Sie Corona-Positiv sind und jetzt in Quarantäne gehen – und das auf unbestimmte Zeit! Sie haben keine Symptome bis auf, dass Sie nur Brötchen und Käse zu sich nehmen können, weil Sie nichts anderes bei sich behalten können. Was tun Sie?
Niemand kann Sie besuchen kommen, Ihre einzige Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt sind also das Internet und Ihr Telefon. Zuerst denken Sie „ist doch easy“ und klemmen sich das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit vor den Fernseher und schauen alle Filme und Serien, die Sie schon immer sehen wollten… Nach ein paar Tagen können Sie das Netflix-Logo schon nicht mehr sehen und Ihnen wird klar: Sie brauchen Beschäftigung, sonst drehen Sie völlig durch! Langsam wird Ihnen auch die Ruhe etwas unangenehm, die Sie anfangs noch wirklich geschätzt haben! Zwei Wochen ohne jeglichen Besuch sind überraschend hart! Nach vier Wochen sind Sie kurz davor, sich Fingerpuppen zu basteln. Nur, um eine Konversation zu führen und eine Weile Abstand zu der schon beinahe toxischen Beziehung zu bekommen, die Sie mittlerweile mit Netflix führen!
Wie komme ich da wieder raus!?
Mein Name ist Stina Schulzke, ich bin 28 Jahre alt und Sie haben gerade einen kurzen Einblick in mein Leben erhalten. Am 30. April 2018 ging ich in eine Quarantäne, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Nur, dass ich kein Corona habe, sondern an einer generalisierten Angststörung leide. Das bedeutet, dass ich ein komisches Essverhalten habe, meine Wohnung nicht wirklich weiter als 50 Meter verlassen kann und vor einer Menge ziemlich unsinnigen Dingen eine riesige Angst habe. Und tatsächlich habe ich eine Antwort auf die Frage, wie man da wieder rauskommt! Indem man anfängt, um die Ecke zu denken. Alle Möglichkeiten ausschöpft und manchmal einfach über die eigene Hemmschwelle springt!
Das Zauberwort heißt Beschäftigung. Als Kind habe ich Diddl-Blätter gesammelt, heute sammle ich Hobbys! Und während man anfangs noch auf ganz normale Hobbys wie Gaming oder Nähen zurückgreift, wird man mit der Zeit immer kreativer, um sich beschäftigt zu halten… Alles, was ich in meinen vier Wänden ausprobieren kann, wird ausprobiert! Was nicht selten in einem totalen Chaos endet. Und irgendwann erwischt man sich selbst dabei, wie man mit seiner Brieftaube auf der Wiese steht und ihr versucht beizubringen, wieder nach Hause zu fliegen!
Meine Welt ist anders und vielleicht auch etwas seltsamer als gewohnt. Aber sie steckt voller kleiner Abenteuer und spannenden Erlebnissen. Dank meines kreativen Köpfchens, einer minimalen Hemmschwelle und YouTube-Tutorials, habe ich jede noch so seltsame Situation in den vergangenen Jahren meistern können. Hand aufs Herz; Es gibt deutlich schlechtere Orte, um festzusitzen, als unser Dorf! Ich möchte Sie künftig ein Stück weit mit in dieses völlig andere Leben nehmen und Ihnen Kirchhellen aus meiner Perspektive zeigen… durch mein Wohnzimmerfenster.
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Bitte scheut Euch nicht davor, Kontakt zu mir aufzunehmen. Ich bin gespannt auf Euer Feedback und freue mich darauf, Euch kennenzulernen. Schickt mir einfach eine Mail mit Euren ganz persönlichen Fragen und Anregungen (stina.schulzke@aureus.de).
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