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„Das Schützen- und Brezelfest hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, welche besondere Bedeutung dieses Fest für den gesamten Stadtteil hat“, sagt Michael Althammer, Abteilungsleiter im Fachbereich Recht und Ordnung der Stadt Bottrop, der sich am Tag nach dem Fest begeistert zeigt. Über die vier Festtage hätten mehr als 50.000 Menschen gemeinsam gefeiert „und das in einer Atmosphäre, wie man sie bei Veranstaltungen dieser Größenordnung nur selten erlebt“. Eine vergleichbare Großveranstaltung, bei der gleichzeitig so viel Stimmung herrsche und es dennoch so harmonisch zugeht, gibt es kaum, ergänzt Althammer.
Diesen Eindruck teilt auch Brezelchronist Christoph Wrobel. „Alles hat gut funktioniert. Von der Anzahl der Gäste und von der Stimmung her ist nach meinem Wissensstand auch alles super friedlich verlaufen“, lautet sein Fazit.
Auch die äußeren Bedingungen spielten in diesem Jahr mit. Anders als beim Fest vor drei Jahren blieb Kirchhellen von einer extremen Hitze verschont. Damals hat wegen der hohen Temperaturen und der Belastung bei mehreren Menschen der Kreislauf versagt. „Das war gestern echt der Vorteil“, sagt Wrobel am Mittwochmorgen. Zwar regnete es am frühen Morgen zum Start des Brezelfests noch, doch pünktlich zum Beginn hörte der Regen auf. Später gab es noch einmal einzelne Schauer. „Für die Feiernden ist das aber kein großes Problem gewesen“, so Wrobel. „Wenn es geregnet hat, gingen die meisten einfach wieder ins Zelt.“
Dort war die Stimmung ohnehin bestens. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert. Christoph Wrobel hebt dabei auch den neuen Brezelkönig hervor, der als Mitglied der Band „Bahnbrechender Scheiss“ für Stimmung sorgte.
Auch Feuerwehr und Polizei berichten von einem ruhigen Verlauf. „Keine erwähnenswerten Vorkommnisse“, bestätigt Michael Duckheim, Pressesprecher der Bottroper Feuerwehr. Die Polizei Recklinghausen registrierte lediglich in der Samstagnacht zur Eröffnung des Schützenfestes zwei Körperverletzungen im beziehungsweise am Festzelt. Darüber hinaus habe es keine gravierenden Vorfälle gegeben, erklärt Polizeisprecherin Pia Weßing.
Daniel Buschfort, Rotkreuzleiter beim Kirchhellener DRK, bescheinigt den Gesellschaften ebenfalls ein ruhigeres Fest als vor drei Jahren. Stärker alkoholisierte Besucher hat es natürlich gegeben, sagt er. Die Kombination aus Hitze, körperlicher Anstrengung und Alkohol hatte den Einsatzkräften beim vergangenen Fest allerdings deutlich mehr Arbeit bereitet. In diesem Jahr blieb diese zusätzliche Belastung aus.
Beim vergangenen Fest waren rund 18.000 Besucher am Straßenrand gezählt worden. Eine Zahl, die Wrobel für dieses Jahr nur schwer einschätzen kann. Sein persönlicher Eindruck: „Wir waren Minimum wieder auf dem gleichen Niveau. Wenn nicht sogar mehr.“