Kirchhellener Künstler werden im Stadtbild verewigt: Kleine Halde Haniel in Bottrop
Die Gregorschule wurde von Bergsenkungen in Folge des Bergbaus in der Region besonders intensiv getroffen. Noch immer muss die OGS in Räumlichkeiten unterkommen, die schlichtweg schief sind. Während 2015 das Hauptgebäude hydraulisch angehoben und somit auf ihr ursprüngliches Niveau gehoben wurde, hätte das Procedere am Pavillon zu einem Brechen der Bodenplatte geführt. Nun wird der schwindelerregenden Schieflage endlich ein Neubau entgegengebracht.
Geplant ist ein eingeschossiger Neubau für die Offene Ganztagsschule (OGS) und die Schulverwaltung. Zusätzlich soll die Mensa erweitert werden. Die Stadt Bottrop legt dafür eine konkrete Entwurfsplanung vor. Die Bezirksvertretung Kirchhellen ist am 3. November mit dem Vorhaben befasst, am 10. November soll der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss entscheiden.
Der Neubau ist parallel zur westlichen Grundstücksgrenze vorgesehen. Dort, wo heute der Pavillon steht. Der soll nämlich endgültig abgerissen werden. Auf mehr als 500 Quadratmetern entsteht ein eingeschossiger Bau mit Option auf ein zweites Geschoss. Vorgesehen sind drei OGS-Gruppenräume mit jeweils rund 59 Quadratmetern, ein Nebenraum sowie Sanitär- und Abstellräume. Hinzu kommen Lehrerzimmer, Büros für Schulleitung und Stellvertretung, Sekretariat und sozialpädagogische Arbeit sowie ein Besprechungs- und Erste-Hilfe-Raum.
Auch der Schulhof soll sich verändern. Weil der Pavillon bislang Bereiche voneinander trennt, sollen die Flächen künftig stärker miteinander verbunden werden.
Die Bauarbeiten sollen weitgehend bei laufendem Schulbetrieb stattfinden. Für die OGS ist auf dem befestigten Schulhof ein zweiräumiges Containerprovisorium vorgesehen. Das kennt das Team bereits von der ehemaligen Großbaustelle. Dort soll die Betreuung vorübergehend untergebracht werden, während der Pavillon weicht und der Neubau entsteht. Nach dessen Fertigstellung sollen Nutzungen aus dem bisherigen Schulgebäude umziehen. Die freiwerdenden Räume können anschließend für Differenzierung genutzt werden.
Auch die Mensa ist Bestandteil des Vorhabens. Sie soll einen Anbau erhalten, um die Mittagsverpflegung zu erweitern. Wegen der halbgeschossigen Lage im Erdreich ist dort eine Massivbauweise vorgesehen.
Mit vorbereitenden Arbeiten soll nach aktuellem Stand schon 2027 begonnen werden. Der Ferienzirkus 2027 soll nach Absprache mit der Schulleitung noch regulär stattfinden können.
Die Stadt kalkuliert für den Neubau von OGS und Schulverwaltung derzeit 3,5 Millionen Euro. Der Mensaanbau ist mit weiteren 472.000 Euro angesetzt. Fördermöglichkeiten sollen noch geprüft werden. Die Summen sind allerdings nicht endgültig. Die Stadt weist auf das allgemeine Baurisiko hin: Die Kostenberechnung könne unter normalen Marktbedingungen um 20 bis 25 Prozent von den tatsächlichen Baukosten abweichen. Vor dem Baustart stehen noch die politischen Beratungen und die weitere Umsetzung der Planung.