Solidarität in Kirchhellen: Spendenaktion für die Ukraine mit überwältigendem Erfolg
Seit November 2025 ist Matthias Buschfeld Oberbürgermeister von Bottrop. Nach einem Jahr im Amt zieht er im städtischen Podcast „Bottrop(p)lauscht“ Bilanz. Sein persönliches Fazit: Es gibt wichtige Fortschritte, aber auch große Herausforderungen. Weitere vier Jahre seiner Amtszeit liegen nun vor ihm.
Besonders wichtig ist Buschfeld nach eigenen Angaben der direkte Austausch mit den Menschen. Mit dem Format „Offen gesagt – Euer Stadtteil, eure Themen“ besuchte er alle Stadtteile, um Anregungen und Anliegen aufzunehmen. Die Alternative zur Bürgermeister-Sprechstunde ist ein Novum, das er unmittelbar nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr antrieb. Zugleich hebt er das wachsende ehrenamtliche Engagement hervor: Viele Bottroper übernähmen Verantwortung, organisierten Veranstaltungen und engagierten sich in Vereinen. „Aufgabe der Stadt ist es, dieses Engagement zu unterstützen und Hindernisse abzubauen“, betont er.
Ein Schwerpunkt bleibt für ihn die Innenstadtentwicklung. Mit dem Phoenix-Gebäude, dem ehemaligen Karstadt-Haus, sieht Matthias Buschfeld einen wichtigen Schritt zur Belebung der City. Auch Teile der Verwaltung sollen im kommenden Jahr dort einziehen.
Fortschritte sieht der Oberbürgermeister zudem bei Schulen, Betreuungsangeboten und Spielplätzen. Nach langen Diskussionen sei die Schulentwicklungsplanung abgeschlossen. Nun gehe es darum, die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen und die Schulstandorte weiterzuentwickeln. Kirchhellener Beispiele: Die Weiterentwicklung des Schulzentrums, die jedoch schon weit vor seiner Amtszeit angestoßen wurde, der klimagerechte Umbau des Schulhofs Marienschule sowie der Neubau auf dem Gelände der Gregorschule.
„Bottrop familienfreundlich und für alle Generationen attraktiv zu gestalten, ist ein weiteres Ziel“, betont der Familienvater. Dazu gehören für ihn gute Bildungs- und Freizeitangebote, Barrierefreiheit und inklusive Teilhabe.
Die angespannte Finanzlage beschäftigt Buschfeld. Trotz Haushaltssicherung muss Bottrop weiter in Schulen, Feuerwehr sowie Straßen, Plätze und Anlagen investieren, weiß er. „Das Defizit ist vor allem Ausdruck einer strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen. Bund und Land müssen Städte und Gemeinden angemessen ausstatten, wenn sie ihnen zusätzliche Aufgaben übertragen. Zugleich muss Bottrop die eigenen Handlungsmöglichkeiten nutzen“, betont Buschfeld. „Wir werden diese Stadt hier nicht absaufen lassen.“
Buschfelds Fazit fällt zuversichtlich aus, doch den Respekt vor den Aufgaben verheimlicht er nicht. Entscheidend sei, gemeinsam mit den Menschen vor Ort positive Zukunftsbilder zu entwickeln: „Eine Stadt lebt nicht allein von ihren Angeboten und ihrer Infrastruktur, sondern vor allem von den Menschen, die sich einbringen und Gemeinschaft möglich machen.“
Das vollständige Interview ist im Podcast „Bottrop(p)lauscht“ sowie als Video auf dem YouTube-Kanal der Stadt zu sehen.