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Aileen Kurkowiak

Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen blickt auf außergewöhnliche Einsätze zurück

Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen blickt auf außergewöhnliche Einsätze zurück
Beim Tag der offenen Tür konnte die Freiwillige Feuerwehr den Umgang mit Gefahrensituationen demonstrieren. Foto: Kimi Schulte

Das vergangene Jahr hatte es in sich: Vor Ort im Dorf, aber auch überörtlich ging es bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr geschäftig zu

Den Rahmen der Generalversammlung nahm die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen auch in diesem Jahr zum Anlass, nicht nur den neuen Vorstand zu wählen und Ehrungen durchzuführen, sondern auch, um auf die spektakulärsten Einsätze des vergangenen Jahres zurückzublicken und einen Ausblick auf Zukünftiges zu geben.

Etwas ruhiger als im Vorjahr

Im Vorjahresvergleich ging es tatsächlich etwas ruhiger bei der Kirchhellener Ortswehr zu. Zum Jahresende 2023 zählt die Einsatzstatistik der Ortswehr insgesamt 123 Alarmierungen. Darunter fallen neben Alarmierungen der gesamten Ortswehr auch 19 Einsätze der Kirchhellener Drehleiter im Stadtgebiet. „Auch im abgelaufenen Jahr gab es wieder Einsätze, die in Erinnerung bleiben“, berichtet Schriftführer Simon Glogowski. „Mit als erstes wohl der Absturz eines Kleinflugzeugs am 17. November 2023. An diesem nebeligen Freitagabend alarmierte uns der piepende Funkmelder mit der nicht alltäglichen Meldung ‚Flugzeugabsturz‘.“

Ebenfalls mit einem großen Aufgebot rückte die Feuerwehr zur Alarmierung „Brennt Gewerbebetrieb“ am 14. September aus. Bereits auf der Anfahrt zum Gerätehaus konnten die Kameraden die weithin sichtbare Rauchwolke bestätigen. Dass ein Einsatz meist noch aufwendiger ist, als der Laie erwarten würde, hat sich hier deutlich gezeigt. Denn es reichte nicht, die lodernden Flammen zu ersticken. „Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in die späten Abendstunden an“, berichtet Glogowski.

Hier ging es leider heiß her: Im September 2023 geriet eine Gewerbehalle an der Raiffeisenstraße in Vollbrand. Foto: Aileen Kurkowiak

Auch überörtlich war die Kirchhellener Ortswehr gefordert: So unterstützte sie nach dem starken Unwetter am 17. August gemeinsam mit Kräften aus Bochum und dem Kreis Recklinghausen im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck, wo in der Nacht das Wasser teilweise meterhoch in den Straßen gestanden hatte. Kurz vor Weihnachten wurden die Kameraden dann noch einmal in Oberhausen eingesetzt, wo anhaltende Regenfälle dem Ruhrdeich zugesetzt hatten.

Ein volles Feuerwehrjahr

Bei einem Blick auf das vergangene Jahr darf bei der Freiwilligen Feuerwehr natürlich nicht das Vereinsleben fehlen, denn auch hier gibt es viel zu berichten. „Als Freiwillige Feuerwehr von Kirchhellen sind wir ein Teil unseres Dorfes und neben dienstlichen Aufgaben auch an vielen Veranstaltungen im Ort beteiligt. Traditionell luden wir im April zum Tanz in den Mai ins Brauhaus am Ring ein“, so der Schriftführer. „Nach sechs Jahren Zwangspause herrschte dann im September der langersehnte Ausnahmezustand: Das Schützen- und Brezelfest fand endlich wieder statt. Auch hier waren wir auf verschiedenste Weise beteiligt. So sorgten wir zur Königsübung für die nötige Wasserversorgung, schmückten das Dorf pünktlich zum Festwochenende mit den üblichen blau- und grünweißen Fähnchen und waren natürlich auch als Gruppe beim Brezelumzug dabei.“

Bei der Generalversammlung nahm die Ortswehr Kirchhellen zahlreiche Ehrungen vor und bestätigte den Vorstand in seinem Amt. Foto: Privat

Das Osterfeuer, die Martinsumzüge gemeinsam mit der Kolpingfamilie, dem Ekeler Kirchbauverein und dem Kindergarten St. Johannes sowie der Volkstrauertag zusammen mit der Schützen- und Brezelgesellschaft sind weitere Veranstaltungen im Feuerwehrjahr, die nicht fehlen durften. Im April konnte außerdem nach fünf langen Jahren endlich wieder ein Tag der offenen Tür an der Feuerwache Schulstraße stattfinden. Mit zahlreichen Demonstrationen, Informationen und jeder Menge Bespaßung für Kinder war der Standort prall gefüllt.

Vorstand bestätigt

Bei den Vorstandswahlen konnten Dieter Heidermann als Vorsitzender, Norbert Niewerth als stellvertretender Vorsitzender, Sebastian Geyer als Kassierer und Simon Glogowski als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt werden.

Im Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen im Jahr 2024 können bereits zwei Termine angekündigt werden. Der traditionelle Tanz in den Mai am 30. April steht beispielsweise fest im Kalender und kommt mit Neuigkeiten daher: Die Veranstaltung zieht um! In diesem Jahr lädt die Ortswehr erstmalig in die Festscheune Miermann am Scheideweg zum Maitanz ein. Außerdem wird am 15. Juni zum zehnten Mal ein Leistungsmarsch in Kirchhellen ausgerichtet.

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