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Valerie Misz

Modernisierung des Heidhofs: RVR investiert rund 10 Millionen Euro

Modernisierung des Heidhofs: RVR investiert rund 10 Millionen Euro
Juliane Saebel (Fachbereichsleiterin), Carsten Uhlenbrock (Betriebsleiter), Nora Reintgen (Architektin), Nina Frense (Beigeordnete RVR) und Oliver Seidel (Referatsleiter RVR) präsentieren die Modernisierungspläne. Foto: Valerie Misz

Heidhof bleibt trotz Umbau geöffnet: Besucher können Natur erleben, während neue Angebote und moderne Lernorte entstehen

Nachdem der RVR vor einem Jahr seine großen Modernisierungspläne für den Heidhof in Kirchhellen vorgestellt hat, beginnt nun die Umsetzung. Die Baugenehmigung liegt vor, Bauzäune sind errichtet und die Arbeiten starten. Ziel ist es, das Waldkompetenzzentrum zu einem modernen Ort für Umweltbildung und Forstwirtschaft weiterzuentwickeln. Allein in die ersten beiden Bauabschnitte investiert der Verband rund 8,3 Millionen Euro.

Der Heidhof vereint drei zentrale Bereiche: den Forstbetrieb, die umweltpädagogische Station und den Tourismus. Während der gesamten Bauzeit bleibt der Betrieb bestehen. So kann die Station weiterhin für Bildungsangebote genutzt werden und Besucher behalten ein attraktives Ausflugsziel. „Wenn wir das Angebot für zwei Jahre pausieren würden, wäre es schwer, danach wieder anzuknüpfen“, erklärt Nina Frense, RVR-Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur.

Umbau und Entwicklung

Gleichzeitig soll der besondere Charme des Standorts erhalten bleiben. Die Geschichte des Heidhofs reicht bis ins Jahr 1980 zurück, als der damalige Kommunalverband Ruhr das Gelände mit 160 Hektar Fläche erwarb. Seitdem hat sich der Standort stetig weiterentwickelt: „Früher stand der Forstbetrieb im Mittelpunkt, heute ist es vor allem die Naherholung“, sagt Oliver Seidel, RVR-Referatsleiter für Liegenschaften und Hochbau.

Die Visualisierung zeigt, wie der RVR und der Eigenbetrieb RVR Ruhr Grün den Heidhof künftig gestalten wollen. Foto: RVR / Helena Rempel

Mit dem ersten Bauabschnitt beginnt nun der Umbau einer bestehenden Remise zu einem etwa 320 Quadratmeter großen Waldlabor. Geplant sind rustikale Klassenräume, die Innen- und Außenraum miteinander verbinden, sowie eine großzügige Lehrküche. Auch die bisherige Scheune wird modernisiert und künftig als Holzwerkstatt, Lager und Werkraum genutzt. Beide Gebäude sollen im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.

Anschließend folgt die Sanierung des Haupthauses. Auf rund 1.100 Quadratmetern entstehen moderne naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, verbesserte Arbeitsbereiche für die 15 Mitarbeitenden des Betriebs sowie ein großes Foyer als Informations- und Orientierungspunkt.

Übergangslösung geplant

Für die Übergangszeit werden Container aufgestellt, um Sanitäranlagen und Verpflegung sicherzustellen. Ein Kiosk-Container wird bereits zu Ostern in Betrieb genommen, sodass Besucher zum Saisonstart versorgt sind. Künftig befindet sich dieser näher am Spielplatz.

Bei gesicherter Finanzierung plant der RVR ab 2028 zudem einen neuen Kiosk mit Sitzgelegenheiten sowie eine zusätzliche Remise für Fahrzeuge des Forstbetriebs. „Im besten Fall schließen wir die komplette Modernisierung bis zum Spätsommer 2029 ab“, sagt Oliver Seidel optimistisch.

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