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Aileen Kurkowiak

Narwali Schwimmcontainer eröffnet: Erste Kinder toben sich im kühlen Nass aus

Narwali Schwimmcontainer eröffnet: Erste Kinder toben sich im kühlen Nass aus
Ellen und Gabriel vom Jugend-Kloster haben ein Auge auf die vier wilden Jungs Noah, Paul, Felix und Linus geworfen, als sie erstmals im Schwimmbecken toben durften. Fotos: Aileen Kurkowiak

Der Organisationsaufwand war riesig, doch nun konnte der Container zur Schwimmgewöhnung am Jugend-Kloster endlich eingeweiht werden

Der erste Sprung in das Wasser wurde von vier Jungs reichlich zelebriert. Am Montag (15. Juli 2024) durften als erste Kinder in Kirchhellen Noah, Paul, Felix und Linus den Schwimmcontainer und das 1,3 Meter tiefe Wasser testen.

Der große Metallcontainer auf dem Jungend-Kloster-Gelände wir nun bis zum 11. August hier verbleiben, bis er wieder abgeholt wird und zahlreichen Kindern die Schwimmlernzeit verkürzen. Die beteiligten Akteure, die maßgeblich zur Realisierung des Projektes beigetragen haben, eröffneten das Becken feierlich und entließen die Kids zu einer Erfrischung im mobilen Schwimmbecken.

Wartezeit überbrücken

„Ohne die zuverlässige Unterstützung bei der Organisation und Umsetzung dieses Projektes hätten wir es nicht geschafft“, erklärt Hildegart Kückelmann vom Leitungsteam des Jugend-Klosters Kirchhellen. Ursprünglich wollte das Kloster den Narwali-Container nämlich in Eigenregie nach Kirchhellen holen, das scheiterte an der Größenordnung des Ganzen.

Insbesondere Bezirksbürgermeister Hendrik Dierichs und Henning Wiegert, Leiter des Bottroper Sport- und Bäderbetriebes haben das Team des Jugend-Klosters unterstützt. Über Lars Steinigeweg vom TV Jahn Rheine, der das Narwali-Projekt betreut, lief dann die weitere Koordination. Gefördert wird die Initiative durch die Staatskanzlei NRW.

Vertreter der Stadtverwaltung, Bottroper Politik, Bezirkspolitik, Mitarbeiter des Jugend-Klosters und der Projektleiter des Narwali-Projektes Lars Steinigeweg (r.) sind gekommen, um den Schwimmcontainer offiziell zu eröffnen.

Warum das Angebot insbesondere in Bottrop gut angesiedelt ist, erklärt Bürgermeister Klaus Strehl: „Wir haben in Deutschland eine immer schneller wachsende Zahl an Nichtschwimmern. Zwar haben wir in Bottrop Schwimmbäder, doch die Wartelisten sind aufgrund der hohen Nachfrage lang. Besonders hier in NRW haben wir viele Binnengewässer und unter anderem auch ungesicherte Flüsse, Kanäle und Seen - die Gefahr für Schwimmunfälle ist groß.“ Ganze zwei Jahre müssen Familien in Bottrop aktuell auf einen Schwimmkurs warten. Er schätze die Möglichkeit sehr, dass jetzt hunderte Kinder die Möglichkeit bekommen, sich an die Bewegungen im Wasser zu gewöhnen und sich auf das Schwimmen lernen vorzubereiten.

Sport, Spaß und Sicherheit

Denn die inzwischen ausgebuchten Kurse im Narwali-Container sind nicht zu verwechseln mit Schwimmunterricht. Mitarbeiter des Jugend-Klosters und Freiwillige haben eine Zusatzqualifikation mit dem kleinen Rettungsschein erlangt, um Kinder langsam an das Wasser heranzuführen. Das Ziel des Narwali-Projektes: In kürzerer Zeit deutlich mehr Kinder die Lernstufen der Wassergewöhnung und der Wasserbewältigung durchlaufen zu lassen.

Der Schwimmcontainer entspricht einem kleinen mobilen Schwimmbad mit einer Wasserfläche von knapp 3 x 11 Metern. Er ist zudem mit Umkleidekabine, Dusche und Toilette ausgestattet. Ungefähr 120 Kinder werden in den nächsten Wochen den Schwimmcontainer besuchen. Und dass die Gewöhnung der Bewegung nicht nur zum Zwecke des Sportes und der Sicherheit taugt, haben die vier Jungs gezeigt: auch Spaß soll hier an vorderster Stelle stehen.

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