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Aileen Kurkowiak

Friedhof Grafenwald wird zur Heimat von Wildbienen

Friedhof Grafenwald wird zur Heimat von Wildbienen
Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak

Nur Insektenhotels sind nicht ausreichend - Ein Sandarium auf dem Grafenwälder Friedhof soll auch unterirdisch nistenden Bienen einen Schutzraum bieten

Auf Veranlassung der Bezirksvertretung sollte die Verwaltung prüfen, ob die Anlage eines Sandariums auf einer der Kirchhellener Friedhofsflächen möglich sei. Bei der vergangenen Sitzung kam man zu dem Schluss: Ist es! „Die bekannten Insektenhotels dienen primär denjenigen Wildbienenarten, die ihre Nester oberirdisch anlegen. Die Vertreter der Seiden-, Erd-, Sand oder Pelzbienen legen jedoch unterirdische Nester an“, heißt es in der Projektbeschreibung der Bottroper Verwaltung. Durch die Anlage eines Sandariums ließen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand ergänzende Nistplatzangebote schaffen.

Friedhöfe sind echte Biodiversitäts-Hotspots in Siedlungsbereichen – Hier können Naturschutzmaßnahmen eine besondere Wirkung entfalten. Eine entsprechend nicht genutzt Reservefläche, die sich für ein Sandarium anbietet, gibt es auf dem Grafenwälder Friedhof. Die Bezirksvertretung begrüßte die Anlage ausdrücklich und stimmte der Errichtung einstimmig zu. Zusätzlich in Kürze angelegt werden sollen vor Ort eine 20 Quadratmeter große Wildblumenwiese als zusätzliches Pollen- und Nektarangebot, ein Totholzhaufen als ergänzendes Lebensraumangebot und eine Infotafel. Auch für ein weiteres Insektenhotel gäbe es genügend Platz, heißt es aus der Verwaltung.

Errichtet wird die Anlage als Umweltschutzmaßnahme aus bezirklichen Mitteln – Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 5.850 Euro.

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