zum Hauptinhalt springen

Aileen Kurkowiak

Kreisverkehr in Kirchhellen geplant: Neue Lösung für Pelsstraße und Hauptstraße

Der Plan für den neuen Kreisverkehr.
Am neuen Kreisverkehr ist eine Entflechtung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer geplant. Foto: Stadt Bottrop

Die Stadt plant einen neuen Kreisverkehr an der Pelsstraße. Fuß- und Radverkehr sollen getrennt geführt werden. Baubeginn könnte 2028 sein.

Seit Jahren fordert die Kirchhellener Bezirksvertretung eine Lösung für den Verkehrsknotenpunkt Pelsstraße, Hauptstraße und Feldhausener Straße. Jetzt legt die Stadtverwaltung einen konkreten Vorschlag vor. Geplant ist ein Kreisverkehr, bei dem der Fuß- und Radverkehr weitgehend vom motorisierten Verkehr getrennt werden soll.

„Völlig zu Recht drängt die Kirchhellener Bezirksvertretung seit vielen Jahren auf eine Lösung an der Schnittstelle Pelsstraße / Hauptstraße / Feldhausener“, sagt Baudezernent Klaus Müller. Der Knotenpunkt ist seit 2024 als Unfallschwerpunkt ausgewiesen. Immer wieder kommt es dort zu Unfällen, weil Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer auf engem Raum aufeinandertreffen. Eine provisorische Ampelanlage sollte insbesondere Fußgänger und Radfahrer vorübergehend schützen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

Schwierige Voraussetzungen

Lange arbeitete der Fachbereich Tiefbau an einer Lösung. Denn die Bedingungen vor Ort sind kompliziert. „Normalerweise wird ein Kreisverkehr angelegt, wenn alle Verkehrsarme die gleiche Verkehrsstärke haben und die Äste mittig auseinandertreffen können“, erklärt Müller.

In Kirchhellen gibt es gleich mehrere Schwierigkeiten. Grundstückseigentümer südlich des Bereichs wollen ihre Flächen nach Angaben der Stadt nicht an die Stadt verkaufen. Zudem muss der Schölsbach offengelegt und entsprechend am geplanten Kreisverkehr vorbeigeführt werden.

Stephan Lohbeck, Abteilungsleiter im Fachbereich Tiefbau, der Technische Beigeordnete Klaus Müller, Steffen Jonek, Leiter des Fachbereichs Tiefbau sowie Dino Rühlemann, Abteiltungsleiter im Straßenverkehrsamt, erläutern die Pläne für den neuen Kreisverkeh
Stephan Lohbeck, Abteilungsleiter im Fachbereich Tiefbau, der Technische Beigeordnete Klaus Müller, Steffen Jonek, Leiter des Fachbereichs Tiefbau sowie Dino Rühlemann, Abteiltungsleiter im Straßenverkehrsamt, erläutern die Pläne. Foto: Aileen Kurkowiak

Nach langem Ringen präsentiert die Verwaltung der Bezirksvertretung nun eine Variante, die aus ihrer Sicht die verschiedenen Anforderungen miteinander verbindet.

Radverkehr soll um den Kreisverkehr herumgeführt werden

Um die bekannten Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden, soll der Radverkehr an der Feldhausener Straße über eine Querungshilfe in Richtung Dorf geführt werden. Anschließend verläuft der Radweg unterhalb des Kreisverkehrs entlang. Die Führung in die entgegengesetzte Richtung soll entsprechend gestaltet werden.

Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß in Richtung Gewerbegebiet Pelsstraße unterwegs ist, soll eine weitere Querungshilfe auf Höhe der Horsthofstraße nutzen können.

Dafür wird der heutige Mitfahrerparkplatz mit seiner Schotterfläche begrünt und ein weiterer Radweg in Richtung Trasse vorbereitet, um Folgeplanungen in diesem Bereich zu erleichtern. Die dort vorhandenen Stellplätze sollen auf der gegenüberliegenden Seite neu geschaffen werden. Nach Angaben der Stadt fallen damit keine Parkplätze weg.

Von dort aus führt ein neu angelegter Fuß- und Radweg durch die Grünfläche auf die Pelsstraße. Die Alte Pelsstraße bietet dabei die entsprechende Verbindung.

Baubeginn könnte 2028 erfolgen

Zunächst muss die Planung die politischen Gremien passieren. Läuft alles nach Plan, könnte die Offenlage im Frühjahr 2027 erfolgen. Anschließend soll der Satzungsbeschluss vorbereitet werden. Parallel will die Stadt die Ausführungsplanung vorantreiben, bevor die Bauarbeiten ausgeschrieben werden.

Eine Behelfsampel auf einer vielbefahrenen Straße.
Bisher sorgt eine Ampel für ein wenig mehr Ordnung im Knotenpunkt. Doch der Kompromiss kann nur eine Übergangslösung sein, sagen auch die Kirchhellener Bezirksvertreter. Foto: Aileen Kurkowiak

„Wir rechnen mit dem Beginn der Baumaßnahme in 2028“, sagt Tiefbauamtsleiter Steffen Jonek. Nach den aktuellen Kalkulationen, die auch Prognosen zu Kostenentwicklungen für die kommenden zwei Jahre und einen Sicherheitsaufschlag berücksichtigen, rechnet die Stadt derzeit mit rund 1,96 Millionen Euro. Förderanträge wurden bereits gestellt. Sie könnten eine Förderung von bis zu 80 Prozent der Kosten ermöglichen. Eine Zusage gibt es dafür allerdings noch nicht.

Unterm Strich könnte damit nach jahrelangen Diskussionen eine Lösung für einen der problematischsten Verkehrsknotenpunkte im Kirchhellener Ortskern auf den Weg gebracht werden. Entscheidend sind nun die politischen Beratungen, das weitere Planungsverfahren und letztlich die Finanzierung.

Sie möchten eine Anzeige auf Lebensart Kirchhellen schalten oder einen PR-Artikel veröffentlichen? Dann nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir melden uns bei Ihnen!

Zurück zur Newsübersicht

Weitere Nachrichten