Adventsbasar im Grünen: Waldpädagogisches Zentrum läutet die Adventszeit ein
Schon lange hat die Bezirksvertretung Kirchhellen den Wunsch, den Alten Marktplatz im Herzen Kirchhellens vor allem optisch aufzuwerten. Die Parkplätze sollen dafür bitte nicht wegfallen, lautet seit Jahren die Devise. Doch grüner soll es werden und somit ebenfalls die Aufenthaltsqualität steigern.
Einen ersten unverbindlichen Entwurf, wie das aussehen könnte, lieferte schon 2023 der Kirchhellener Architekt Peter Drecker. Die Bezirksvertreter zeigten sich damals davon überzeugt und freuten sich auf einen fortschreitenden Prozess. Dieser blieb jedoch vorerst aus. Jetzt kommt das Ganze wieder in Fahrt. Allerdings anders als gedacht.
Wegen fehlender personeller und finanzieller Kapazitäten konnte das Projekt bislang jedoch nicht weiterverfolgt werden. Eine Machbarkeitsstudie soll zunächst klären, welche Maßnahmen zur Entsiegelung, Begrünung und nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung auf der Fläche technisch umsetzbar sind. Das wurde auch der Kirchhellener Bezirksvertretung am 3. November so vorgestellt, die das Vorgehen abnickte, damit sich am Alten Marktplatz überhaupt etwas tun kann.
Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten zur Entsiegelung und zur besseren Bewirtschaftung des Regenwassers. „Dafür müssen wir zunächst prüfen, welche Maßnahmen vor Ort technisch sinnvoll und umsetzbar sind“, erklärt der Technische Beigeordnete Klaus Müller. Geprüft werden sollen unter anderem die Versickerungsfähigkeit des Bodens sowie dezentrale Lösungen. Denkbar in der Umsetzung wären bepflanzte Entwässerungsmulden, Rasengittersteine und zusätzliche Bäume. Die vorhandenen Stellplätze sollen dabei weitgehend erhalten bleiben.
Die Vergabe der Studie ist für Anfang 2027 vorgesehen. Bis zum zweiten Quartal 2027 soll die Untersuchung abgeschlossen sein. Auf Grundlage der Ergebnisse soll ein erstes Gestaltungskonzept entwickelt werden. Die Kosten der Studie werden vollständig über das Förderprogramm „Emscher-Lippe Klima.Anpassung“ gedeckt. Ob und wann die eigentliche Umgestaltung umgesetzt wird, hängt hinsichtlich des kritischen Haushalts von den Ergebnissen der Studie und der Bewilligung weiterer Fördermittel ab.
Sollte sich eine klimaangepasste Umgestaltung als technisch machbar und zweckmäßig erweisen, könnte die Umsetzung im Rahmen der KRiS-Förderung als wasserwirtschaftlich relevante Einzelmaßnahme mit bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt werden. Alternativ käme eine Förderung über das ELKA-Programm mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent infrage.
„Bei einem positiven Ergebnis der Machbarkeitsstudie und einer entsprechenden Fördermittelbewilligung, könnte die Umgestaltung des Alten Marktplatzes im Anschluss zeitnah auf den Weg gebracht werden“, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung.