Kreisverkehr in Kirchhellen geplant: Neue Lösung für Pelsstraße und Hauptstraße
Der Toilettenwagen gehört beim Vater-Kind-Zelten der Kolpingsfamilie Kirchhellen längst zum festen Inventar. Jetzt hat der Wagen, der seit 2019 im Kolping-Orange über das Zeltlager wacht, eine neue Optik bekommen. Acht Kinder und Jugendliche verwandelten ihn bei einem Graffiti-Workshop in ein farbenfrohes Unikat.
Angeleitet wurden die Zwölf- bis 15-Jährigen vom Kirchhellener Künstler Sebastian „Nobby“ Schürger. Der 35-Jährige ist eigentlich als Tätowierer, ist allerdings auch weit darüber hinaus kreativ tätig. Besonders Graffiti hat es ihm angetan. Für Schürger war der Workshop deshalb eine willkommene Gelegenheit, seine Begeisterung für die Kunstform an den Nachwuchs weiterzugeben.
Dabei ging es nicht nur ums Sprayen. Die Teilnehmer entwickelten eigene Ideen, lernten den Umgang mit den Spraydosen und setzten ihre Entwürfe anschließend direkt auf dem Wagen um. „Graffiti ist viel mehr als Schmiererei“, lautete dabei die Botschaft des Künstlers. Gestaltung, Technik und Fantasie gehören für ihn zusammen.
Der Toilettenwagen selbst hat bereits einiges erlebt. Nachdem er vor einigen Jahren von einem Kirchhellener Verein übernommen worden war, wurde er von Vätern des Vater-Kind-Zeltens über mehrere Jahre aufwendig kernsaniert. Das Ergebnis war die markante orange Lackierung. Wind und Wetter hatten dieser allerdings inzwischen deutlich zugesetzt. Nun strahlt der Wagen wieder. Auf der Vorderseite prangt ein großer „VaKiZe“-Schriftzug, dessen Buchstaben an zusammengenagelte Holzbretter erinnern. Eine riesige Toilettenpapierrolle auf der gegenüberliegenden Stirnseite sorgt für den passenden Augenzwinkerer.