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Valerie Misz

Die „Wurzelzwerge“ erobern den Wald in Kirchhellen

KiTa-Leiterin Claudia Wetzke und WPZ-Geschäftsführer Ulrich Trockle begrüßen die Gäste auf der Waldbühne zur offiziellen Eröffnung der Waldgruppe.
KiTa-Leiterin Claudia Wetzke und WPZ-Geschäftsführer Ulrich Trockle begrüßen die Gäste auf der Waldbühne zur offiziellen Eröffnung der Waldgruppe. Fotos: Valerie Misz

Mit Matschhose, Neugier und viel Entdeckergeist: 20 „Wurzelzwerge“ erleben ihren KiTa-Alltag im Wald und wurden jetzt am WPZ offiziell begrüßt.

Die Waldgruppe der Bottroper AWO KiTa „Hand in Hand“ wurde am Waldpädagogischen Zentrum (WPZ) offiziell eröffnet. Zur Feier waren rund 200 Gäste geladen. Neben den Eltern der Kinder und den Mitarbeitenden waren auch Vertreter aus der lokalen Politik sowie Erzieherinnen anderer Einrichtungen vor Ort, um sich ein Bild von dem durchaus gelungenen Konzept zu machen.

Seit dem 11. August kommen 20 Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintrittsalter in die Natur nach Kirchhellen-Grafenwald. Sie sind seither die „Wurzelzwerge“. Den überwiegenden Teil ihres KiTa-Tages verbringen sie draußen in der Natur. Als geschützter Aufenthalts- und Rückzugsraum dient das ehemalige Waldjugendhaus.

Die Wurzelzwerge sind los

Dort gibt es neben einem Kreativraum auch einen Rückzugsort und eine eigene Küche. „Vergleicht man das mit der Ausstattung anderer Waldgruppen, ist das hier schon richtiger Luxus“, freut sich KiTa-Leiterin Claudia Wetzke. Bereits seit zehn Jahren besteht eine enge Partnerschaft mit dem WPZ. Die positiven Erfahrungen, die Pädagogen und Kinder hier in der Natur gesammelt haben, führten schließlich zu dem Wunsch nach einer Waldgruppe, die dort dauerhaft ihren Platz findet.

Die Einrichtung dieser Gruppe war ein langer Weg, den alle Beteiligten gemeinsam und gerne gegangen sind. „Schon nach den ersten Wochen sind die Kinder wie ausgewechselt“, beschreibt Wetzke. Im Wald lernen sie wichtige soziale Kompetenzen, bewegen sich mehr und auf eine andere Art. Auch die Kreativität sei dort deutlich größer.

Mit einem gemeinsamen Lied begrüßten die Wurzelzwerge die Gäste bei der offiziellen Eröffnung ihrer neuen Waldgruppe.
Mit einem gemeinsamen Lied begrüßten die Wurzelzwerge die Gäste bei der offiziellen Eröffnung ihrer neuen Waldgruppe.

Obwohl der Wunsch nach einer Waldgruppe bei Teilen der Elternschaft groß war, gab es zunächst auch Bedenken. Diese konnten im Vorfeld durch umfangreiche Aufklärung ausgeräumt werden. Insgesamt vier Erzieherinnen sind vor Ort und gestalten und erleben gemeinsam mit den Kindern den neuen Alltag. Bei jedem Wetter geht es nach draußen. „Kinder bewegen sich viel, sie frieren nicht so schnell“, erklärt die KiTa-Leiterin. Mit entsprechender Kleidung seien auch Wind und Regen kein Problem. Bei einer Unwetterwarnung bietet die Hütte einen geschützten Rückzugsraum.

Ein Ort zum Wachsen

Die Kinder können hier entdecken und forschen. Sie sammeln „Waldschätze“, beobachten Tiere, untersuchen Naturmaterialien und gehen eigenen Fragen nach, die in der Natur entstehen. Gemeinsam wachsen sie. Auch Sicherheit und Orientierung spielen eine wichtige Rolle. Die Kleinen lernen die Regeln des Waldes kennen und erfahren, wie sie sich dort sicher bewegen.

„Schon nach kürzester Zeit haben die Kinder diesen Ort zu ihrem gemacht“, betont Wetzke in ihrer Eröffnungsrede. Auch WPZ-Geschäftsführer Ulrick Trockle zeigt sich tief berührt: „Ich freue mich, dass wir durch die Wurzelzwerge noch mehr Leben im Waldpädagogischen Zentrum haben.“

Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Gelände, den angrenzenden Waldflächen und am eigenen Bach haben die Kinder eine perfekte „Spielwiese“, um die Natur zu erleben. Ihre Erfahrungen können sie anschließend auch mit anderen Kindern und ihren Familien teilen. Denn wie Bezirksbürgermeister Hendrick Dierichs betont: „Erzählt allen davon. Denn nur gemeinsam können wir unsere Natur bewahren.“

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