Baubeschluss gefasst: Schulhof der Marienschule wird 2027 klimaresilient umgebaut
Mittwoch, 15 Uhr, unter dem Pfarrheim St. Johannes in Kirchhellen. In der Kleiderstube der Caritas herrscht reges Treiben. Säcke voller Kleidung werden hereingetragen und auf den Tischen im Vorbereitungsraum verteilt.
Mittendrin ist Rosie Schöppner. Seit zehn Jahren engagiert sie sich für die Kleiderstube und koordiniert das 19-köpfige Team. „Die meisten sind Frauen, aber wir haben auch zwei Männer, die uns tatkräftig unterstützen“, erzählt sie. Sie sorgen dafür, dass die gespendete Kleidung sortiert wird.
Jedes Kleidungsstück wird einzeln geprüft. Ist es sauber, heil und noch gut tragbar, kommt es auf einen Bügel. Hat es Flecken, Löcher oder andere Schäden, landet es in einem anderen Karton. Denn nicht jede Spende kann hier weitergegeben werden.
Ganz verloren ist die Kleidung nicht. Was die Kleiderstube nicht gebrauchen kann, wird weiter sortiert und an andere Einrichtungen gegeben. Manche Sachen erreichen das Friedensdorf, andere beispielsweise das Tierheim. Kleidung, die nur noch für den Müll geeignet ist, muss dagegen entsorgt werden und verursacht Kosten für die Caritas.
Das ist besonders ärgerlich, denn mit den Einnahmen der Kleiderstube wird Gutes getan. „Die Einnahmen aus der Kleiderstube werden am Ende eines jeden Jahres an verschiedene soziale Einrichtungen gespendet“, berichtet Schöppner. Im vergangenen Jahr kamen so 7.000 Euro zusammen.
Um 16 Uhr öffnen sich die Türen für die Kunden. Ein Kilo Kleidung kostet 2,50 Euro. Das Angebot reicht von Kinderschuhen und Sportkleidung bis hin zu Handtaschen und Wintermänteln. Die Kundschaft ist vielfältig. Früher benötigten Kunden einen Berechtigungsschein. Heute schauen auch Menschen aus der Mittelschicht vorbei. Grundsätzlich steht die Kleiderstube jedem offen.
Viele Kunden kommen regelmäßig wieder, hauptsächlich Frauen, oft auch mit Kindern. Das Sortiment verändert sich ständig und bleibt bunt. Ganz ohne Herausforderungen läuft der Betrieb allerdings nicht. Hin und wieder werden die Ehrenamtlichen auch mit Diebstählen konfrontiert. „Das ist schade, außerdem sind wir sehr unsicher, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen“, sagt Schöppner.
Trotzdem überwiegt die Freude an der Aufgabe. Die Ehrenamtlichen helfen Menschen, geben gut erhaltener Kleidung ein zweites Leben und leisten damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. „Wir haben viel Spaß“, freut sich das Team.
Und so geht es jeden Mittwoch weiter: Von 15 bis 16 Uhr werden Kleiderspenden angenommen, ab 16 Uhr öffnet die Kleiderstube ihre Türen für Kunden. Anschließend öffnet die Kleiderstube bis 18 Uhr für alle, die auf der Suche nach gut erhaltener Kleidung sind. Wer Interesse hat, die Kleiderstube zu unterstützen, kann während der Öffnungszeiten vorbeischauen und sich vorstellen.