Kürbisfest in Kirchhellen: Zwei Tage Kürbisspaß und Musik am Abend
Ein paar Tage sind vergangen, seit in Kirchhellen aus einem spannenden Vogelschießen ein neuer Thron hervorgegangen ist. „Man realisiert erst Tage später, wenn man alle Fotos und Videos durchgeschaut hat, was da wirklich an den Tagen los ist“, sagt Melanie Heikenfeld. Inzwischen blickt das frisch gekrönte Schützenkönigspaar mit einem Lächeln auf die Stunden zurück, die für sie vieles verändert haben.
Für Jens „Klümper“ Allekotte war der Weg auf den Thron keineswegs eine spontane Idee. Als Spieß der Zweiten Kompanie bewegte er sich schon länger in den Reihen des Schützenvorstands. Irgendwann reifte der Gedanke: „Man könnte es ja mal wagen.“ 2026 wurde aus dem Gedanken Ernst. Gemeinsam mit Clemens Brauckmann trat er zum Vogelschießen an. Und Allekotte ging mit einem klaren Wunsch an die Stange: Er wollte den Vogel tatsächlich herunterholen.
Die Geschichte, wie Jens seine künftige Königin fragte, gehört zu den kuriosesten Anekdoten des neuen Thrones. Die beiden Ehepaare, Jens und seine Frau Bianca sowie Melanie und ihr Mann Roderich, waren erst kürzlich gemeinsam im Urlaub. Als Jens sich bei Melanie meldete und ankündigte, dass er und Bianca zu einem Treffen kommen wollten, war sie zunächst verwirrt. Noch rätselhafter wurde es, als Jens sie plötzlich fragte, ob sie Lust hätte, mit ihm Kutsche zu fahren.
Melanie verstand die Welt nicht mehr. Jens ist schließlich Hufschmied, Bianca hat ebenfalls eine Affinität zu Pferden. Also lag für Melanie die Antwort auf der Hand: „Klar, meinetwegen, lass uns Kutsche fahren.“ Doch Jens setzte noch einen drauf: „Na, rückwärts!“ Auch da fiel der Groschen noch nicht. Erst Bianca brachte ihren Mann dazu, Klartext zu reden. Dann kam die entscheidende Frage: „Willst du meine Schützenkönigin sein?“
Melanie, die bis dahin nichts von den eigentlichen Plänen geahnt hatte, fühlte sich geehrt und sagte Ja. Wenig später bewies Jens beim Vogelschießen, dass sein Wunsch tatsächlich Realität werden konnte. Als der entscheidende Schuss gefallen war und bei der Proklamation Melanies Name gerufen wurde, war der Moment für beide kaum in Worte zu fassen. Für Jens und Melanie war es der Augenblick, in dem aus dem lange erhofften Wunsch plötzlich Wirklichkeit wurde. Die Freude, die ihnen aus der Menge entgegenschlug, machte die Aufregung endgültig einem Gefühl von Glück und Stolz Platz.
Gänsehaut pur: Jens wurde von seinem Vorgänger Otti und Prinzgemahl Ralf Bornemann auf den Schultern getragen, während Melanie mit Sektdusche und Konfettiregen begrüßt wurde. Was danach genau geschah, können die beiden nur noch bruchstückhaft erzählen. „Wie im Tunnel“, beschreibt Melanie das Gefühl. Bei der Königswache sorgten die Bengalos für so viel Rauch, dass Jens kaum erkennen konnte, wer überhaupt alles dabei war.
Der restliche Tag verging wie im Flug. Gemeinsam mit Lieblichkeit Bianca Allekotte und Prinzgemahl Roderich Heikenfeld wollte der neue Thron jede Minute auskosten. Am nächsten Morgen folgte die humorvolle Erinnerung daran, dass auch die längste Partynacht irgendwann endet. Müde Augen und schwere Beine konnten der guten Laune offenbar wenig anhaben: „Mit dem Laubbläser“ seien sie am Morgen aus dem Festzelt gekehrt worden. Auch diese Szene dürfte wohl zu den Geschichten gehören, die ihnen lange erhalten bleiben.
„Ich habe meinen Mann noch nie so viel tanzen gesehen“, lacht Bianca. Und auch Jens selbst dürfte sich an die Folgen erinnern: „Dass sich meine Sohle vom vielen Tanzen gelöst hat, ist mir wirklich noch nicht passiert.“
Nun beginnt für das Königspaar und seinen Thron eine dreijährige Amtszeit. Besonders gespannt ist Jens auf den Ausmarsch nach Grafenwald zum dortigen Schützenfest. Denn dort sitzt aktuell sein Cousin Philipp Allekotte auf dem Thron und regiert noch ein Jahr.