Neues Gesicht im OT-Freiraum: Jonas Bombeck leitet die Einrichtung
In den ehemaligen Räumen von „Burger and more“ an der Hauptstraße 19 gibt es seit vergangenem Freitag einen neuen Anlaufpunkt für Dönerfans. „Oraks Döner“ hat eröffnet und der Name dürfte einigen Kirchhellenern bereits bekannt sein. Denn der Bruder des neuen Inhabers Sendogan Orak betreibt in Bottrop-Fuhlenbrock seit Jahren das „Oraks Dönerhaus“. Auch aus Kirchhellen zieht es regelmäßig Kunden dorthin.
Nun bringt Sendogan Orak, der seit 1989 im Döner-Geschäft ist, eine eigenen Idee ins Dorf. Im Mittelpunkt steht ein Steak-Döner, der sich nach Angaben des Gastronomen von herkömmlichen industriell gefertigten Dönerspießen unterscheidet. „Wir verkaufen Steak-Döner“, sagt Orak. Der Kalbfleisch-Spieß hat einen deutlich höheren Fleisch-Anteil, was nicht nur die Qualität, sondern auch das Geschmackserlebnis steigert. Dazu kommt ein ovales Dönerbrot, das ebenfalls eine Besonderheit des Hauses sein soll.
Der Preis fällt entsprechend höher aus als bei vielen anderen Dönerangeboten: Neun Euro kostet die klassische Dönertasche. Orak setzt dabei bewusst auf die Qualität der Zutaten. Ob das Konzept bei den Kirchhellenern ankommt, zeigte sich bereits am Eröffnungstag. „Ich habe am Eröffnungstag allein drei Spieße abverkauft“, berichtet der Inhaber stolz. Werbung oder eine besondere Ankündigung habe es zuvor nicht gegeben. Lediglich die Außenwerbung machte auf den neuen Imbiss aufmerksam.
Seit der Eröffnung wird der Laden auch in den sozialen Netzwerken thematisiert. Die ersten Reaktionen fallen positiv aus. Besonders zur Mittagszeit herrscht bereits in der Eröffnungswoche reger Betrieb. Für Orak ein Zeichen, dass er mit seinem Angebot offenbar einen Nerv trifft.
Auf der Speisekarte stehen neben der klassischen Dönertasche unter anderem Dönerteller, türkische Pizza, Pommes und Sucuk. Hinzu kommen täglich hausgemachter Reis und Blätterteigrollen mit Käse. Auch an jüngere Kunden hat der Gastronom gedacht: Für Schüler gibt es einen Kinderdöner für sechs Euro. „Damit der auch gut bezahlbar ist“, erklärt Orak. Beweis, dass das gut ankommt, ist der hohe Betrieb zur Mittagszeit, während der viele Jugendliche in der Schulpause schnell für einen Döner vorbeikommen.
Wer nicht nur schnell etwas mitnehmen möchte, kann im Imbiss auch Platz nehmen. Rund 20 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Wert legt der Betreiber nach eigenen Angaben auf eine persönliche Atmosphäre. Kunden werden freundlich begrüßt, bei längeren Wartezeiten gibt es gelegentlich sogar eine Tasse türkischen Tee.
Dass Orak ausgerechnet jetzt in Kirchhellen eröffnet, könnte sich ebenfalls als passend erweisen. Mit der Schließung des griechischen Restaurants Hellas ist zuletzt ein weiterer gastronomischer Anlaufpunkt im Dorf weggefallen. Nun versucht Oraks Döner, diese Lücke zumindest teilweise zu schließen.